26.01.2022
Nachgefragt

Berichterstattungen in der Presse

Liebe Mitbürger,

nachdem wir in der Fraktion und der Vorstandschaft der FW von vielen Bürgern – und auch zahlreichen Auswärtigen – auf die letzten Berichterstattungen in der Presse angesprochen worden sind, sehen wir es als unsere Pflicht an, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.

Wir möchten uns sehr klar davon distanzieren, den Bürgern durch den Beschluss eines hauptamtlichen Bürgermeisters jegliche Chancen auf eine Kandidatur zu nehmen. Ganz im Gegenteil! Die letzten Jahre haben sehr klar gezeigt, dass auf Kommunen immer mehr Aufgaben übertragen wurden und diese neben einem „normalen“ Beruf nicht zu 100% im Ehrenamt ausgeführt werden können. In den letzten 20 Jahren sind auch die Anforderungen an Arbeitnehmer, sowohl in der freien Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst, extrem gewachsen und einfach mal so nebenbei noch Bürgermeister zu sein, ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit.  

Der Antrag auf einen hauptamtlichen Bürgermeister wurde bereits im Jahr 2019 vor der letzten Wahl durch die FW im Marktrat gestellt. Zum Zeitpunkt der damaligen Antragsstellung lagen vergleichbare Bedingungen vor. Damals wie heute war bzw. ist offen, wer letztendlich ins Rathaus einzieht. Somit haben wir jedem Bürger die Chance gegeben, dieses komplexe Amt in Vollzeit ausüben zu können und sich ausschließlich auf die kommunalen Aufgaben zu konzentrieren; ob das 4 Jahre oder 6 Jahre sind, spielt keine Rolle. Aus diesem Grund kann ein solcher Antrag auch nicht aus Egoismus oder Kalkül gestellt worden sein.

Im Übrigen hat auch Hans Koch vor Jahren schon die Weitsicht bewiesen, dass die Aufgaben, denen man sich als Bürgermeister stellen muss, auch mit voller Hingabe gemacht werden sollten und stellte deshalb bereits 2007 den Antrag auf einen hauptamtlichen Bürgermeister. Dieses Ersuchen wurde dann aber, auch von seiner Fraktion, abgelehnt.  

Zu dem Vorwurf, dass die jetzigen Vertreter für die Gemeinde nicht zur Verfügung stehen, möchten wir folgendes klarstellen. Natürlich standen in den vergangenen knapp 2 Jahren sowohl der zweite als auch der dritte Bürgermeister als Vertretung zur Verfügung. Dies wird auch in Zukunft so sein. In der zitierten Aussage ging es um die Tatsache, dass eine vollumfängliche, mehrwöchige Vertretung für die Kommune nicht möglich ist. Beide Vertretungen sind in Vollzeit beschäftigt und deshalb erst einmal ihrem Arbeitgeber verpflichtet - so wie jedes andere berufstätige Mitglied im Marktrat auch. Unserer Ansicht nach ist auch allen Bürgern in unserer Marktgemeinde bewusst, dass bei einem möglichen längeren Ausfall die Aufgaben eines 1. Bürgermeisters nicht in vollem Umfang über einen größeren Zeitraum kommissarisch übernommen werden können.

Des Weiteren möchten wir richtigstellen, dass unser Kandidat sein jetziges Dienstverhältnis im Falle der Wahl kündigen muss. Eine Rückkehr in seine vorherige Tätigkeit ist nicht gewährleistet, lediglich einen Anspruch auf Wiedereinstellung kann er auf Antrag geltend machen. Trotzdem ist Jörk Kaduk von sich aus auf unsere Vorstandschaft zugegangen und hat uns alle mit seinem Tatendrang und dem Ziel, etwas bewegen zu wollen, völlig überzeugt. Er betont, zur Wahl angetreten zu sein, um dem Wohle unserer Marktgemeinde zu dienen. Durch seine ruhige, besonnene und strategische Art sind wir zuversichtlich, dass ihm dies gemeinsam mit allen Markträten gelingen wird. Das Ziel der Freien Wähler und der CSU muss es sein, unsere Gemeinde mit aller positiven Energie voranzubringen. Wir sind fest davon überzeugt, dass es auch weiterhin ein konstruktives Zusammenarbeiten beider Fraktionen geben wird, denn alle haben das gleiche Ziel: Für unsere Marktgemeinde anzupacken und diese für die Zukunft attraktiv zu machen!

Ihre FREIE WÄHLER Gemeinschaft

Vorstandschaft & Fraktion